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Donnerstag, 3. September 2015

Seife ist nicht gleich Seife

Häufig begegnen mir Geschäfte, Onlineshops - sogar auf Märkten gibt es Stände -  mit dunkelgrünem Anstrich die alles andere als gute Seifen anbieten. Falls es gar keine Hinweise auf die Inhaltsstoffe gibt, ist Vorsicht geboten.
Eine gute Naturseife braucht nichts außer verseifte Fette. Vielleicht ein bißchen Farbe, und viele mögen sicherlich einen schönen Duft. Um sich vor unliebsamen Überraschungen zu schützen, hilft nur die "Ingredients" - Inhaltsstoffe - aufmerksam zu lesen. Was die Seife gar nicht braucht, ich aber trotzdem häufig finde, habe ich hier aufgelistet:




Samstag, 22. August 2015

Der Traum vom Seifen verkaufen

Das Hobby zum Beruf machen  -

Kombi - Markstand in Irmgarteichen
Standaufbau. Die Große testet schon mal ob der Stuhl bequem genug ist.
- Warum möchte ich meine Seife verkaufen?
-  Habe ich die Zeit, dieses Geschäft zu führen?
- Wo liegen meine Stärken und Schwächen?
- Welche Vision habe ich?
- Wo werde ich meine Produkte verkaufen?
- Bin ich überzeugt von meinem Produkt?
- Wo muß ich mir Hilfe von außerhalb holen?


Eigentlich braucht es nicht viel mehr als einen Plan, Leidenschaft und Geduld um das Geschäft in die Gänge zu bringen. Und die folgenden Punkte müssen stimmen, um einen Mindestpreis zu ermitteln und nicht unter Wert zu verkaufen (siehe auch vorherigen Post zu diesem Thema):

  1. Saubere Kalkulation. Alle verwendeten Materialien müssen miteinbezogen werden. 
  2. Wie lange brauche ich zum Seife sieden? Rüstzeiten nicht vergessen, Schönrechnen bringt auf Dauer nichts als Frust!
  3. Welche weiteren Kosten entstehen (Miete, Fahrtkosten, Versicherungen,...)
  4. Was ist meine Arbeit wert?

Auf dem Markt tummeln sich viele Konkurrenten. Um sich abzuheben, gilt es eine Nische zu finden.



Montag, 17. August 2015

Der Traum vom Seifen verkaufen

Die Rahmenbedingungen stimmen, gute, erprobte Rezepte liegen vor - jetzt sollte man sich spätestens Gedanken über den Preis machen, falls man nicht vorhat, die hergestellten Produkte zu verschenken.



Zur Erinnerung: Wir mußten einen Raum  an die gesetzlichen Anforderungen anpassen. Die Rezeptentwicklung hat einen ganzen Batzen Rohstoffe verschlungen. Gewiß wurde eine Menge Zeit investiert, um sich mit Theorie und Praxis der Seifensiederei vertraut zu machen. Inwieweit die Kosten an die Kunden weitergegeben werden können, muß gut überlegt werden.

Dazu kommen viele weitere Kosten:

Ganz klar: Rohstoffe, Arbeitsmittel und Arbeitsgeräte (die auch gerne mal kaputt gehen), persönliche Schutzkleidung, neue Seifen Molds, Verpackungsmaterialien... eventuell ein geeigneter Verkaufsstand für Märkte.

Ein fiktiver monatlicher Mietpreis für die genutzten Räume, kann je nach ortsüblicher Miete (der derzeitige durchschnittliche Mietspreis in Deutschland liegt bei 6,80 / m²) bei den Ausgaben veranschlagt werden.

Schön, wenn man jemanden hat, der die Naturseifen im eigenen Laden verkauft. Um solche Menschen zu gewinnen, müssen  persönliche Gespräche geführt, Zeit investiert und viele Seifenproben verschenkt werden. In der Regel werden Wiederverkäufer etwas an dem Geschäft verdienen wollen.

Es entstehen Kosten durch Internetnutzung, Fahrtkosten, Marktstandgebühren, Versandgebühren, Betriebshaftpflichtversicherung, Produkthaftpflichtversicherung ...

Die eigene Arbeitszeit - was ist die wert? Wer möchte auf Dauer umsonst arbeiten, allein aus Lust am Seifensieden? Der Mindestlohn in Deutschland ist derzeit 8,50€ /Stunde.

Auch in Zukunft müssen neue Seifenrezepte entwickelt werden. Welche Kosten müssen für die Produktentwicklung veranschlagt werden?

Wer alle Kosten berücksichtigt hat, bekommt am Ende einen Mindestpreis heraus. Und unter dem Mindestpreis verkaufen - das ist Seife verschenken. Spätestens jetzt sollte man mal schauen, was die Konkurrenz anbietet. Kann man einen Kundenstamm gewinnen, der bereit ist, die Mindestpreise zu zahlen?

Ich muß zugeben, die ganze theoretische Seite des Seifesiedens - angefangen vom Lesen der Gesetzestexte.das Errechnen meines Marktpreises, das Lesen von wichtigen englischen Texten - hat mir zeitweise ganz schön den Spaß am Seifeln verdorben! Aber da geht es mir wie beim Kochen: nichts schmeckt mir so gut, wie das, was ich selber gekocht und abgeschmeckt habe. Mit dem guten Gefühl, nur super-Zutaten verwendet zu haben! (Yummy, lecker!)

Sonntag, 16. August 2015

Der Traum vom Seife verkaufen

Wer vom Seifenvirus befallen wurde, der leidet in der Folge häufig an der Sekundärinfektion einen Seifenshop betreiben zu wollen. Oder zumindest Familie und Freunde an den Pflegeschätzchen teilhaben zu lassen.

Das Seifesieden ist nur für den Eigenbedarf erlaubt. Meine telefonische Nachfrage beim Landesuntersuchungsamt in Mainz hat ergeben, daß selbstgesiedete Seifen nicht über die Türschwelle getragen werden darf, also auch nicht an Familie und Freunde verschenkt werden darf solange keine Sicherheitsbewertung vorliegt. (Zu der Zeit habe ich  mir meine Seifen vom GästeWC "klauen" lassen - ich habe gar nichts über die Türschwellen getragen!)

Die erste Hürde stellen die gesetzlichen Rahmenbedingungen dar. (Hier gehts direkt zur Verordnung über kosmetische Mittel im PDF Format)

In kurzen, knappen Worten hat es für mich in Rheinland Pfalz bedeutet (kann länderabhängig anders geregelt sein):
- geeigneter Herstellungsraum (2-Becken Spüle, Kochmöglichkeit, Arbeitsplatte, Wand 3/4 gefliest, rutschhemmende Bodenfliesen, Handwaschbecken, Kühlmöglichkeit, Arbeitsplatte)
- Lager- und Reiferaum für  die Seife
- Anmeldung und Abnahme der Räume durch das zuständige Veterinäramt
- Anmeldung eines Gewerbes beim Gewerbeamt
- Kenntnis der GMP Richtlinie (Good Manufacturing Practices), soweit möglich Umsetzung der Richtlinien im Betrieb.

Die Herstellung von Seifen und Kosmetika muß genau dokumentiert werden. Kernstück ist dabei die Sicherheitsbewertung der Seifen, die von einem Labor wie zum Beispiel Dr. rer. nat. Iris Eschenbacher,  Rosarome,  LMC Service GmbHsb-dinger ... durchgeführt werden kann. Das kostet je nach Seifenrezept bis zu mehrere hundert Euro und gilt für die exakt verwendeten Zutaten vom Lieferanten x mit der Chargennummer xyz123. Wird zum Beispiel der Lieferant vom Olivenöl gewechselt, so ist die Sicherheitsbewertung für die nachgesiedete Seife nicht mehr gültig.
Die Sicherheitsbewertung ist Bestandteil der Produktinformationsdatei (PID), die von der /dem Verantworlichen den zuständigen Behörden leicht zugänglich gemacht werden muß. Der IKW(Industrieverband Körperpflege und Waschmittel) hat die Colipa-Leitlinien zu den Anforderungen an dieProduktinformationsdatei (PID) übersetzt und veröffentlicht. (u. a. Herstellungsmethode, verwendete Rohstoffe, Angaben zur Verpackung, Mindesthaltbarkeitsdatum, Vergabe von Chargenummern, Tierversuche...)

Alles in allem ist es eine Menge Papierkram der erledigt werden will.






Dienstag, 28. April 2015

Was ist das schönste Hobby der Welt?

Ohne Frage - Seifen sieden natürlich!
Aber was macht man mit den ganzen Bergen an Seife? Ein Weg könnte der Verkauf sein. Für alle Interessierten hat Stefanie Thiedig von "Naturseife und Kosmetik" alles Wichtige in diesem Artikel niedergeschrieben:


Das möchte ich allen, die mit dem Gedanken spielen Seifen zu verkaufen, ganz fest ans Herz legen.